"Wer nach außen schaut, träumt.
Wer nach innen schaut, erwacht."
(C.G. Jung)

Bei aller Individualität ist der Mensch als einzelner aber zugleich auch stets als Teil eines komplexen Systems, sei es nun als Partner, Familienmitglied oder im Berufsleben zu betrachten.

In diesem Spannungsfeld ergeben sich häufig Situationen, die eine so große Herausforderung darstellen, dass sie zu einer persönlichen Krise führen können. Entscheidungsschwierigkeiten, Verunsicherung, Unzufriedenheit, Anspannung, Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Angst, körperliche Symptome bis hin zu psychischen Erkrankungen können die Folge sein.

Durch eine Beratung oder psychotherapeutische Behandlung erhalten Sie die Möglichkeit, Beziehungsprozesse in spezifischen Lebenskontexten- und Konstellationen zu verstehen, Emotionen und Gedanken zu erkennen, neue Denkweisen zu entwickeln und invasive Muster und Verhaltensweisen zu ändern. Durch einen differenzierteren Einblick in die innere Erlebniswelt verstehen wir, wie wir arbeiten, wie unsere Gefühle, Gedanken und Handlungen entstehen. Dieses Wissen gibt uns die Möglichkeit, unsere Bedürfnisse und Motive zu verstehen, wodurch sich die Fähigkeit erhöht, unser Leben besser beeinflussen zu können.

Meine Behandlung erfolgt mit höchster Diskretion flexibel, maßgeschneidert und unter Berücksichtigung Ihrer zeitlichen und logistischen Möglichkeiten.

Akutsprechstunde
Beratungsgespräch mit dringlichen oder akuten Anliegen bei Krisen, Sorgen, in herausfordernden Situationen, wenn weitreichende Entscheidungen oder wichtige Termine anstehen und im Hinblick auf eine spezifische psychotherapeutische- oder medikamentöse Behandlung.

Psychotherapeutische Schulen

Meine therapeutische Arbeit ist auf die ganz individuelle Konstellation und Persönlichkeit des Klienten ausgerichtet und basiert auf Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie, der systemischen sowie der Schematherapie.

Die Verhaltenstherapie wurde in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts zur kognitiven Verhaltenstherapie erweitert. In der kognitiven Verhaltenstherapie geht man davon aus, dass Gedanken und Gefühle einen entscheidenden Einfluss auf unsere Verhaltensweisen haben. So können Inhalt und die Art unserer Gedanken ungünstige Überzeugungen und Verhaltensweisen hervorrufen. Umgekehrt kann eine Veränderung ungünstiger Denkmuster Verhalten und Gefühle positiv verändern.

Die kognitive Therapie zielt darauf ab, bisherige Denkweisen zu hinterfragen und zu bearbeiten. Eine wichtige Rolle spielen dabei die persönlichen Einstellungen und Annahmen. Manche Menschen glauben zum Beispiel, dass sie immer perfekt sein müssen, um gemocht zu werden. Früher oder später verzweifeln sie an ihren unrealistischen Ansprüchen. In der kognitiven Therapie geht es darum, solche ungesunden Überzeugungen durch realistische zu ersetzen.

Aus systemischer Perspektive entstehen Probleme und Symptome nicht isoliert im einzelnen Menschen, sondern entwickeln sich in Beziehung mit dem Gegenüber, mit der Umwelt. Dieses spiegelt sich auf unterschiedlichste Weise in Kommunikationsprozessen wider. es werden Kommunikationsprozesse aufrechterhalten. Je nachdem wie das Umfeld auf eine Person reagiert, und mit ihr interagiert, wird symptomatisches Verhalten verstärkt oder abgeschwächt.

Systemische Therapeuten führen daher die Probleme einer Person auf eine Störung im System zurück. Im Unterschied zu anderen Therapierichtungen liegt der Fokus nicht darauf, die Einflüsse zu finden, die krank machen. Denn in der Systemischen Therapie geht der Therapeut davon aus, dass jede Störung auch einen bestimmten Zweck im System erfüllt. Ziel ist es, die Funktion der Symptome innerhalb der Systeme aufzudecken. Die systemische Beratung und Therapie verbindet einen lösungsorientierten Ansatz mit der Grundhaltung, dass sie als Ratsuchender bereits grundsätzlich über die notwendigen Ressourcen und Kompetenzen zur Bewältigung des Problems verfügen. Aufgabe des Beraters oder Therapeuten ist es, diese Ressourcen sichtbar und für die Bearbeitung des Problems nutzbar zu machen.

Die Systemische Therapie gilt als wirksame Behandlungsoption für affektive Störungen, wie zum Beispiel Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, psychosomatischen Erkrankungen, Suchterkrankungen, Zwangsstörungen sowie nach traumatischen Erfahrungen.

Die Schematherapie nach Jeffrey Young stellt eine Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie zur Behandlung von Persönlichkeitsstörungen dar. In der Schematherapie werden die aktuellen Schwierigkeiten des Patienten vor dem Hintergrund seiner biographischen Lerngeschichte beleuchtet. Schemata sind in diesem Zusammenhang tief verankerte Lebensmuster und Lebensthemen, die Denkweisen und Gefühle, aber auch Erinnerungen und Verhaltensweisen beinhalten und unabhängig von bewussten kognitiven Prozessen aktiviert werden. Da wichtige emotionale Schemata bereits in der frühen Kindheit angelegt werden, berücksichtigt die Schematherapie die frühen Beziehungserfahrungen und aktualisiert sie in der Therapie, zum Teil auch innerhalb der therapeutischen Beziehung.