In der  chinesischen Medizin geht man davon aus, dass alle Organe und Körperteile durch Energieleitbahnen, den Meridianen, verbunden sind, die von Lebensenergie, Qi, durchströmt werden. Körperliche oder psychische Erkrankungen sind demnach Ausdruck einer Störung im Fluss dieser Lebensenergie.

Lernen von der fernöstlichen Heilkunst

Lernen von der fernöstlichen Heilkunst

"Wir haben Angst vor dem Tod, wir haben Angst vor der Trennung, wir haben Angst vor dem Nichts..."

(Thich Nhat Hanh)

Trennungsangst gehört zu den frühesten und häufigsten Ängsten des Kindesalters. Kleine Kinder fangen an zu weinen, wenn sie von einer Bezugsperson getrennt werden. Ihre Reaktion ist durchaus funktional, denn sie sichert ihnen das Überleben. Im Verlauf der Kindheit und Jugend lernen die meisten Menschen jedoch, mit Trennungen umzugehen, so dass sich die anfängliche Trennungsangst weitgehend verliert. Sie werden erwachsen und sind im Überleben nicht mehr abhängig von den Eltern.
Ist dieser Reifungsprozess gestört, so persistiert Trennungsangst über die Kindheit hinaus bis in das Erwachsenenalter. Lange ist dieses Syndrom in der Medizin relativ unerkannt geblieben, bis es 2013 im DSM V (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) als eigenständige Diagnose anerkannt worden ist.
Das Hauptsymptom der Störung besteht in einer übermäßigen Angst, von wichtigen Personen getrennt oder verlassen zu werden. Während diese wichtigen Personen im Kindesalter in der Regel die Eltern sind, bezieht sich die Trennungsangst im Erwachsenenalter auf Partner, Familienmitglieder und Freunde. Diese Angst kann zudem Eifersucht auf den Partner hervorrufen, die sich in irrationalen Verdächtigungen, Klammern und übertriebenem Kontrollverhalten ausdrückt. Auch die Unfähigkeit, sich als Erwachsener von seinen Eltern zu trennen und ein eigenes Leben zu beginnen kann als Ausdruck der Erkrankung angesehen werden. Häufige Folge der Angst ist, dass betroffene Menschen unfähig sind, sich aus belastenden Bindungen zu trennen und so häufig in Partnerschaften bleiben, die ihnen schaden.
Häufig wird diese Problematik mit körperlichen Symptomen wie Bauch- oder Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen begleitet.

 
 

Streifen und Kugeln

trennungsangst